Ostern- auch in unserem Alltag

Sehen

Der Blick wird klar, wir erkennen einander, wir sehen einander, wir nehmen die Welt wahr- im kleinen, wie im Großen, jede und jeder, da, wo er ist

Ostern gibt den Blick frei

 

Aufsehen

So können wir aufsehen, uns ansehen, offen miteinander umgehen.
Fröhlich, gelassen, aufrecht gehen wir unseren Alltag an.

Ostern macht frei

 

Aufwärtssehen

Deshalb: Den Blick nach oben richten. ER richtet uns auf. ER liebt uns. Was soll da noch schief gehen? Zuversicht ist angesagt, denn

Ostern gibt Leben.
Stehen

Wir werden unseren „Mann“, unsere „Frau“ stehen, jeden Tag neu. Wir geben Zeugnis für Christus, wir stehen zu Ihm, auch wenn es oft schwer ist.

Ostern gibt Geduld und Ausdauer.

Aufstehen

Wir müssen aufstehen, uns immer wieder aufmachen, unsere Aufgabe hier zu erfüllen, an unserem Platz, Jesu Vorbild umsetzen, ihm nacheifern.

Ostern gibt uns dazu Mut und Kraft.

Auferstehen

Dies glauben wir. Wir werden auferstehen, um am Ende unseres Lebens unser Ziel zu erreichen. Das Leben bei Gott.

Ostern zeigt das Ziel auf.

 

(M. Schäfler, Mai 2017)

SCHULD SÜNDE TUGEND

S chuld häuft sich uns unentwegt an

Ü berflüssig, sie zu bedenken, dies Ungeheuer meines Gedankenkarussells

N icht auszudenken- wenn sie mein Herz dadurch für immer beschwerte

D arum atme ich in tiefen Zügen Wortluft- in der Hoffnung:

E s möge mir jemand endlich antworten

und meine Herzkammer aus Stein wandeln

 

T atsächlich ist es

U nglaublich schwer immer

G eradewegs zu bleiben, tief

E ntschlossen und standfest- gegen eigene Vorteile

N otwendender Weise nicht fragend: Warum? Sondern

D arum

 

 

mein leben

ist umkreist

von ewigkeiten

 

mein denken

ist beschränkt

von endlichkeiten

 

mein tun

ist wie immer

vergeblich

 

mein glaube

ist leben ohne grenzen

 

meine grenzen

sind aufgebrochen

durch dich

 

mein licht

bist du

in ewigkeit

 

Michael Lehmler, 2015

Komm, Geist, Erschaffer, Lebensluft

erfülle uns mit Deinem Duft;
der Du erwirktest unser Sein,
gieß‘ Gnad‘ in uns’re Herzen ein.
Fürsprecher, Beistand wirst genannt,
als Gottesgabe uns gesandt.
Licht, Leben, Liebe aus Dir quillt,
der Seelen salbt, mit Geist erfüllt.
Dem Leib, in seiner Dürftigkeit,
verleihe Stärke, allezeit;
Dein Geist durchglühe unser Sein,
in unser Herz flöß‘ Liebe ein.
Treib weg von uns der Feinde Schar
den Frieden stetig uns bewahr;
führ‘ uns, auf dass durch Dein Geleit
wir meiden alle Schlechtigkeit.
Der siebenfache Gaben schenkt,
der Finger Gottes, der uns lenkt,
und uns, vom Vater zugedacht,
im Wort Erkenntnis hat gebracht.
In Deinem Wirken, Heil’ger Geist,
sich Vater und auch Sohn erweist:
Du gehst von beiden aus. Für wahr
lasst uns dies halten immerdar.
Gewähre uns Glückseligkeit,
erweise uns Barmherzigkeit;
vom Strick des Streites uns befrei,
das Band des Friedens uns verleih.
Lobsingt dem Herrn im höchsten Ton
lobsingt dem eingebor’nen Sohn,
dem Todbezwinger, Schöpfergeist:
In alle Ewigkeit sie preist. Amen.
Bertram Kottmann ( T)
Komm Heil´ger Geist, der Leben schafft … (M)

Drei in Eins- Zum Dreieinigkeitssonntag

Je nach gesellschaftlicher Situation wechseln wir tagein tagaus täglich weitaus mehr als drei Mal die Rolle: sind Vater, Mutter, Arbeitnehmer, Steuerpflichtiger, Kunde, Patient … und doch ein und derselbe, veränderliche Mensch. So ist es auch mit dem Dreiineins Gottes: ein göttliches Wesen in verschiedenen Rollen, in denen wir es erfahren und verspüren dürfen: Jesus Christus im Hören der Schrift, den Vatergott im Gebet, den Hl. Geist als die Kraft in den Begegnungen, die uns antreibt, das im Gottesdienst Erfahrene im Alltag umzusetzen, damit „es“, damit wir Frucht bringen und nicht dürre und vertrocknete Triebe am Weinstock Gottes bleiben.
Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal unter der Dusche zu einem two-in-one-Shampoo greifen…